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„Öko-Landbau war immer der Typ von Landwirtschaft, den wir machen wollten“, erzählt Manuel, der den Vertrieb leitet und sich um alles Organisatorische kümmert. „Unsere Felder grenzen direkt an den Naturpark Gabo de Gata Nijar mit seinen schützenswerten Tieren, Insekten und Wildpflanzen. Die wollen wir auf keinen Fall mit dem Einsatz von Chemikalien gefährden.“ Das waren die Gründe, warum die drei Brüder Ende der Neunziger Jahre anfingen, den elterlichen Betrieb Stück für Stück auf Bio umzustellen. 2006 war die über 80 Hektar Fläche zu 100% bio-zertifiziert, zuerst spezialisiert auf Bio-Gurken.

Ab 2010 wurde der Betrieb reorganisiert und die Palette der Kulturen ausgeweitet: Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten, Kohl, Zucchini, Melonen und Kräuter – natürlich alles in Bio-Qualität – kommen heute von NATURCHARC. Der Betrieb ist bekannt für innovative Ideen: Die Anbaumethoden werden kontinuierlich noch ökologischer gemacht. Ein Team von internen und externen Experten bringt sich ein.

Der große Stolz des Unternehmens ist die Kompostanlage. Alle Pflanzenreste, gemischt mit Mist und Stroh werden hier zu bester Pflanzennahrung umgewandelt und wieder in den Betrieb eingebracht. Perfekte Kreislaufwirtschaft. In der sehr niederschlagsarmen Region ist jeder Tropfen wichtig: Regen- und Kondenswasser werden deshalb über aufwändige Systeme in großen Becken gesammelt und für eine gezielte und sparsame Bewässerung wiederverwendet.

„Wir genießen es, ökologisch zu wirtschaften“, erklärt Manuel.

Mit CoCo, unserem Kompostprojekt Compost Corporation, gehören wir zu den Vorreitern in Spanien und hoffen, dass wir Nachahmer finden. Wir möchten gerne viele andere davon überzeugen, dass Öko-Anbau in jeder Hinsicht Sinn macht.“ Es fanden bereits Kompostkurse statt, um andere Betriebe zur betriebseigenen Produktion von Kompost zu animieren – viele andere Bio-Erzeuger kaufen Kompost noch zu.

CoCo, Compost Corporation, ist ein Kooperationsprojekt mit dem deutschen Bio-Importeur Schramm Naturkost, der die regionalen Bio-Großhändler beliefert. Überhaupt ist es ein großes Glück, dass sich die Wege von Christian Kaufmann, Geschäftsführer von Schramm Naturkost und den Brüdern Giménez kreuzten. „Wir passen so gut in unseren Werten und unserer Philosophie zusammen“, sagen Manuel und Christian unisono.

„Nach unseren Erfahrungen sind die kompostgepflegten Pflanzen robuster, sie wurzeln tiefer und geben gesündere Früchte. Kompost trägt zudem zum Klimaschutz bei. Denn Humus bindet Kohlendioxid und dient damit nicht nur der Bodenfruchtbarkeit.“ (Javier, er ist für den Anbau zuständig)

NATURCHARC hat Wachstumspotenzial. Es stehen noch etliche Hektar zur Verfügung. Aber Javier, José und Manuel wollen nichts überstürzen, sondern organisch wachsen. „Die Firma ist unsere Familie“, sagen sie. „Wir pflegen gerne ein sehr persönliches Verhältnis mit unseren Mitarbeitern. Die meisten von ihnen sind schon sehr lange bei uns und wir organisieren immer wieder Treffen, damit sich alle austauschen können“, stellt Manuel fest. NATURCHARC hat sich auch der Schramm-Qualitätsmarke Sivisio angeschlossen, die besonders streng die sozialen Belange in den Unternehmen durch die spanische Kontrollstelle Ecovalia kontrollieren lässt.

„Einen außerordentlich wichtigen ökologischen Impuls gab das Zusammentreffen mit dem deutschen Bio-Großhändler Schramm Naturkost.“